FOOD FRAUD
LEBENSMITTELBETRUG
FÄLLE - RECHT - ANALYSEN – MASSNAHMEN


3. erweiterte Auflage Februar 2019

Autorinnen
Anna Regus (geb. Stein)
Bärbel Hintermeier LL.M. (Kap. 2.2.2.3), Anna Lena Märtlbauer (Kap. 5.1) & Sofie Luisa Barth (Kap. 5.2.5.)

Herausgeber
Prof. Dr. Alfred Hagen Meyer & Dr. Uta Verbeek

Preis: 49,90 € inkl. MwSt. (plus Versandkosten)

Mit industriellem Öl gepanschtes Olivenöl vergiftete rund 25.000 Menschen 1981 in Spanien. Es handelte sich hier um einen der größten Lebensmittelskandale in Europa, in dessen Folge über 750 Todesopfer zu beklagen waren. In Österreich war 1985ein Lebensmittelbetrug zu verzeichnen mit zugesetztem Diethylenglykol in Wein; durch die Zugabe dieses Frostschutzmittels wurde die Süße der Weine erhöht. Nachdem der Fall offenkundig wurde, mussten mehrere Millionen Flaschen vom Markt genommen werden, wodurch der österreichische Weinexport aufgrund der Rufschädigung nahezu zum Erliegen kam.

Mit einem Lebensmittelbetrug muss nicht unbedingt eine Gesundheitsgefahr einhergehen. Beim Melaminskandal 2008 in China kam es jedoch nicht nur zu einem Schaden von mehr als 10 Milliarden Dollar; der Skandal wird sich dauerhaft in das Gedächtnis vor allem der chinesischen Bevölkerung einprägen, da schätzungsweise 300.000 chinesische Babys als Folge der Melaminzugabe zur Säuglingsnahrung erkrankten und in Folge sechs Säuglinge starben (GMA, 2010).

Lebensmittelbetrug und Profitgier der Täter gehören zusammen. Profit kann erzielt werden durch eine starke Preisdifferenz, aber auch durch die Masse an produzierten und verkauften Produkten, gleich ob es sich um besonders hochwertige Produkte oder um Grundnahrungsmittel handelt. Das höchste Potential zur Prävention von Lebensmittelbetrug liegt vorrangig bei der herstellenden und verarbeitenden Lebensmittelunternehmen; nur sie können als Glied der Lebensmittelkette effektiv gegen Lebensmittelbetrug vorgehen.

Ziel dieser Arbeit ist es deshalb, ein Konzept zu entwickeln, wie sich Unternehmen wirksam gegen Lebensmittelbetrug schützen können. Zudem soll aufgezeigt werden, wie Fälle des Food Fraud in Zukunft bestmöglich aufgedeckt werden können, um mögliche Schäden so gering wie möglich zu halten oder zu verhindern. Das Vertrauen in den Wert und die gesundheitliche Unbedenklichkeit unserer Lebensmittel kann damit wiedergewonnen werden. Umfassender Schutz ist erstrebenswert, aber schwerlich zu erreichen; das Thema „Food Fraud“ durch alle Beteiligten mit der notwendigen Sensibilität anzugehen oder entsprechende Hilfestellungen zu geben, sind jedoch erste Schritte in die richtige Richtung.

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